Artikel-Schlagworte: „Hexensabbat“

Hexensabbat

Auf abgelegenen Wegen konnte man im Mondscheinnächten Männer und Frauen schweigend zu einem Versammlungsort ziehen sehen. Jung und Alt bewegten sich wie von einer magischen Kraft angezogen, wärend eine meckernde Stimme sie aus dem Wald oder von den Feldern rief. Der Meister erwartete sie an einer verlassenen Wegkreuzung. Die Frauen trugen Stöcke und Besen, an den Kerzen befestigt waren.

Hexensabbat2

Bildquelle:Focus

Wenn sie den Versammlungsort erreichten, nahmen sie den Besen zwischen die Beine und drangen springend und schreiend in den Kreis. Die bereits in der Runde kauernden Hexen antworteten ebefalls schreiend. Der Sabbat wurde selten von ungebeteten Gästen gestört. Wenn Musik und Stimmen bis zu den Gläubigen drangen, schlossen sie schnell die Fensterläden und bekreuzigten sich. Die kühnsten Hexenjäger stellten sich taub, denn sie wußten, dass Satan auf dem Sabbat war und dass Waffen gegen den Herrn der Finsternis machtlos waren.

Die Zusammen kunft fand vorzugsweise in der Nähe eines abgestorbenen Baums, eines Wegweisers oder eines Galgens statt. Unter dem Vorwand magischer Ritten entfaltete ein Karneval der Wolllust seinen grotesken Pomp.

Hexensabbat1

Bildquelle:Focus

Geschichtsschreiber behaupteten, dass der Teufel als Ziegenbock oder Katze erschien. Andere erzählten von herumirrenden Hexen, die zu den Versammlungen auf ihren Stöcken und Stäben durch die Lüfte fliegen. Man sagte den Hexen nach, dass sie sich in Tiere verwandeln konnten. Manchmal trugen sie nur Masken oder waren als Tiere verkleidet. Gegen diese nächtliche Treffen im Freien gingen die Verfechter des Glaubens energisch vor.

Die Berichte unterschieden sich von Provinz zu Provinz, aber die Dämonologen und auch die Hexen behaupteten, dass man, um nachts fliegen zu können, eine Salbe benötigte, ein narkotisches Öl, mit dem die Hexen sowohl sich selbst, wie Ihre Zauberstäbe einrieben. Sie rieben sich unter fortgesetzen leisen Beschwörungen mit ihrer Salbe ein. Plötzlich flogen sie davon, oder glaubten es zumindestens. Die giftige Salbe, sagte man, wirke auf die Wirbelsäule, verursachte Ohnmacht und versetzte die Hexen in Trance.

Johannisnacht

Die Nacht vom 23. zum 24. Juni, dem Johannistag, gilt weithin als eine der für die Magie bedeutensten Zeiten im Jahr und ist daher ein beliebtes Datum für das Abhalten von Hexensabbaten. Sie markiert den Zeitpunkt des Jahres, von dem an die Kraft der Sonne allmählich schwächer wird, sowie eine Zeit, in der die Mächte der Finsternis besonders aktiv sein sollen. Früher wurde die Johannisnacht als ideale Zeit für die Zukunftsschau angesehen und die Hexen schlugen überall in Europa in dieser Nacht Hühnereier auf, um aus dessen Inhalt künftige Dinge vorauszusagen, oder beschworen Dämonen, um sie zu den Ereignissen zu befragen, die in der Zukunft lagen.

Viele Hexen mögen diese Nacht auch genutzt haben, um Johanniskraut zu sammeln, von dem man glaubte es sei für Behandlungen nützlich, helfe unfruchtbaren Frauen schwanger zu werden und verhindere das Auftauchen übelwollender Geister. Die Kinder von Frauen, die in der Johannisnacht schwanger wurden, sollten später angeblich die zweifelhate Gabe des Bösen Blickes haben. Die Pflanzen mußten in der Johannisnacht gesammelt werden, damit sie auch wirkten (manche Kräutersammler bestanden darauf, dass man dabei völlig nackt sein müßte). Zudem mußte man darauf achten, nicht versehentlich auf das Kraut zu treten. Wenn das geschah, dann konnte unter dem Schuldigen plötzlich ein Zauberpferd aus dem Boden wachsen, ihn in wilden Ritt davontragen und erst am Ende der Nacht an einem entlegenen Ort wieder absetzen.

Ein ausgeprägtes Brauchtum hat sich um diesen Festtag entwickelt. Zu den Bräuchen zählte in der Johannisnacht der Tanz um das Johannisfeuer.
Das Johannisfeuer steht in Zusammenhang mit Feuer- und Sonnensymbolik wie auch der Sonnenwende, weshalb es selbst häufig als Sonnenfeuer bzw. Sonnwendfeuer bezeichnet wird. Es ist ein erstmals seit dem 12. Jahrhundert, seit dem 14. Jahrhundert häufig belegter Brauch. Es wird in der Nacht vor dem Johannistag angezündet.
Das vor allem auf Bergen stattfindende Feuer ist ein altes Symbol für die Sonne . Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer böse Dämonen, die Krankheiten bringen, Viehschaden und misswüchsige Kinder hervorbringen, abwehren. Darauf deuten auch die Strohpuppen, die man in manchen Gegenden ins Feuer wirft.
Das Johannisfeuer findet man in verschiedener Ausgestaltung fast über ganz Europa verbreitet. Die südlichste Sonnenwendfeier mit Johannisfeuer war lange Zeit in Alicante, heute ist es in Torrevieja.

Auszug Johannisfeuer: Wikipedia

© 2009 - 2010 Merlinmystery | Admin | | Blogverzeichnis | blogoscoop