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Johannisnacht
Die Nacht vom 23. zum 24. Juni, dem Johannistag, gilt weithin als eine der für die Magie bedeutensten Zeiten im Jahr und ist daher ein beliebtes Datum für das Abhalten von Hexensabbaten. Sie markiert den Zeitpunkt des Jahres, von dem an die Kraft der Sonne allmählich schwächer wird, sowie eine Zeit, in der die Mächte der Finsternis besonders aktiv sein sollen. Früher wurde die Johannisnacht als ideale Zeit für die Zukunftsschau angesehen und die Hexen schlugen überall in Europa in dieser Nacht Hühnereier auf, um aus dessen Inhalt künftige Dinge vorauszusagen, oder beschworen Dämonen, um sie zu den Ereignissen zu befragen, die in der Zukunft lagen.
Viele Hexen mögen diese Nacht auch genutzt haben, um Johanniskraut zu sammeln, von dem man glaubte es sei für Behandlungen nützlich, helfe unfruchtbaren Frauen schwanger zu werden und verhindere das Auftauchen übelwollender Geister. Die Kinder von Frauen, die in der Johannisnacht schwanger wurden, sollten später angeblich die zweifelhate Gabe des Bösen Blickes haben. Die Pflanzen mußten in der Johannisnacht gesammelt werden, damit sie auch wirkten (manche Kräutersammler bestanden darauf, dass man dabei völlig nackt sein müßte). Zudem mußte man darauf achten, nicht versehentlich auf das Kraut zu treten. Wenn das geschah, dann konnte unter dem Schuldigen plötzlich ein Zauberpferd aus dem Boden wachsen, ihn in wilden Ritt davontragen und erst am Ende der Nacht an einem entlegenen Ort wieder absetzen.
Ein ausgeprägtes Brauchtum hat sich um diesen Festtag entwickelt. Zu den Bräuchen zählte in der Johannisnacht der Tanz um das Johannisfeuer.
Das Johannisfeuer steht in Zusammenhang mit Feuer- und Sonnensymbolik wie auch der Sonnenwende, weshalb es selbst häufig als Sonnenfeuer bzw. Sonnwendfeuer bezeichnet wird. Es ist ein erstmals seit dem 12. Jahrhundert, seit dem 14. Jahrhundert häufig belegter Brauch. Es wird in der Nacht vor dem Johannistag angezündet.
Das vor allem auf Bergen stattfindende Feuer ist ein altes Symbol für die Sonne . Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer böse Dämonen, die Krankheiten bringen, Viehschaden und misswüchsige Kinder hervorbringen, abwehren. Darauf deuten auch die Strohpuppen, die man in manchen Gegenden ins Feuer wirft.
Das Johannisfeuer findet man in verschiedener Ausgestaltung fast über ganz Europa verbreitet. Die südlichste Sonnenwendfeier mit Johannisfeuer war lange Zeit in Alicante, heute ist es in Torrevieja.
Auszug Johannisfeuer: Wikipedia
